Forschungsbericht zu freien JournalistInnen in Österreich

14. Juli 2020
Freie JournalistInnen sind von der Corona-Krise besonders hart getroffen. In einem laufenden Forschungsprojekt beleuchtet Medienhaus Wien Arbeitsrealität und Soziodemografie der 600 - 900 Freien in Österreich.
Freie JournalistInnen sind ein wesentlicher Teil des Mediensystems. In der wissenschaftlichen Forschung sind sie allerdings ebenso wie in Branchendiskussionen zu wenig präsent. Im akademischen Diskurs ist in Zusammenhang mit Freien zudem stets von prekären Arbeitsverhältnissen die Rede, was allerdings einen Teil der Realität ausblendet.
Medienhaus Wien hat 2019 mit Unterstützung der KommAustria/Presseförderung ein Forschungsprojekt initiiert, dass auf eben diese Berufsgruppe fokussiert.

600 bis 900 hauptberuflich tätige freie JournalistInnen konnten wir laut unserer Definition für Österreich identifizieren. Mit 81 von ihnen wurden in Zusammenarbeit mit dem Gallup-Institut CATI-Interviews zu Arbeitsbedingungen, Rollenbildern, ethischen Einstellungen, Einkommen und Soziodemografie geführt. Diese Interviews wurden ausgewertet und mit den Antworten von 415 angestellten JournalistInnen verglichen. Einen Kurzbericht finden Sie rechts zum Download.

COVID-19 hat die Medienlandschaft insbesondere in ökonomischer Hinsicht stark getroffen. Die Freien als "schwächstes Glied der Nahrungskette" haben mit ganz besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Im Herbst wollen wir daher das Forschungsprojekt mit Fokusgruppen-Diskussionen weiterführen. Auch ein Journal-Artikel über einen Statusbericht "prä Corona" ist in Planung.




« zurück