Medienhaus Wien arbeitet mit fjum an Studie zu Lokaljournalismus in Österreich

27. November 2017
Die Befragung zu Arbeitssituation und Berufsverständnis von Österreichs LokaljournalistInnen ist derzeit in der Feldphase und soll Ländervergleiche möglich machen.
Regionale Medien sind von der Digitalisierung ebenso betroffen wie die großen, nationalen Zeitungen. Auch sie müssen sich neuen technischen Standards, neuen Erzählformen und verändertem Publikumsverhalten anpassen und kämpfen um ihren Platz im Medienmix. Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung sind Regional- und Lokaljournalismus aber vergleichsweise selten.

Gemeinsam mit dem Forum Journalismus und Medien Wien (fjum) widmet sich Medienhaus Wien derzeit einer Studie über Arbeitsbedingungen und digitale Veränderungen im heimischen Lokaljournalismus. Kern ist eine Online-Befragung von JournalistInnen, die in diesem Feld tätig sind. Die Fragen behandeln Themen wie mehrmediales Arbeiten, Interesse an Innovationen im Journalismus, Veränderungen im Arbeitsalltag und Social Media-Nutzung.

Die Forschungsarbeit ist an die 2017 am Tow Center for Digital Journalism/Columbia University fertiggestellte Studie „Life at small market newspapers“ angelehnt. Damian Radcliffe und Christopher Ali untersuchten darin Regionaljournalismus in den USA. Unsere österreichische Studie soll unter anderem Vergleichsdaten dafür liefern. Eine ähnliche Befragung wird derzeit auch in Kanada vorbereitet. Die ländervergleichenden Daten sollen im Frühjahr mit Beteiligung von Medienhaus Wien/fjum auf einer internationalen Journalismus-Konferenz in Perugia/Italien präsentiert werden.

Unser Forschungsprojekt „Heimvorteil? Digitale Transition im Lokaljournalismus“ wird aus Mitteln der Österreichischen Presseförderung unterstützt.




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